Ausgabestelle Grimma ausreichende Kapazität

Quelle LVZ vom 12.12.18  Autor Ronny Kriz &  Ines Alekowa

Das ist keine Lösung, die Leute nach Leipzig zu schicken, insbesondere die aus Brandis, Beucha und Naunhof“, sagt Sven Wittenberg, der Leiter der Tafel in Grimma. Er hatte vom Aus des Borsdorfer Tafelservice in der Zeitung gelesen und möchte seine Hilfe anbieten: „Die Leute können gern zu uns nach Grimma kommen. Wir haben die Kapazität, zusätzliche Leute zu versorgen.“

Die Grimmaer Bedürftigen-Stelle war erst Anfang dieses Jahres in den leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichenden Prophetenberg 7 umgezogen. Direkt neben dem Möbelfundus des Bildungs- und Sozialwerkes Muldental werden Bedürftige dreimal in der Woche mit Lebensmitteln versorgt. Auch in Grimma war der bisherige Träger, hier die Arbeiterwohlfahrt, aus personellen Gründen nach 15 Jahren ausgestiegen. Der Verein Tafel Muldental wurde gegründet, um den nahtlosen Fortbestand zu sichern. „Wir haben richtig investiert“, verweist Wittenberg zum Beispiel auf das neue Kühlhaus. „Man benötigt außerdem eine Riesenlogistik, sonst braucht man bei den großen Märkten gar nicht erst anzuklopfen“, weiß er und kann sich vorstellen, dass das den Borsdorfer Tafelservice viel Kraft gekostet hat. Damit das Gespendete auch optimal verwertet wird, hat er als neuer Tafelmanager eingeführt, dass die Bedürftigen nicht mehr fertig gepackte Beutel erhalten, sondern Einfluss darauf haben, welche Lebensmittel sie für wenig Geld mit nach Hause nehmen können. So wisse man, dass nichts in der Biotonne landet, sagt er. Berechtigte Personen sind Empfänger von Wohngeld, Arbeitslosengeld II und Grundsicherung. Interessenten melden sich bitte mit Personalausweis sowie den entsprechenden Nachweisen – nach Möglichkeit vor Ausgabebeginn – an. „Dann erhalten sie einen Tafelausweis“, erklärt Wittenberg. Die Tafel in Grimma hat Montag, Mittwoch und Freitag von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Ebenfalls vom Verein betrieben wird die Tafel in Trebsen im Feuerwehrgerätehaus, Am Schulberg 5. Hier ist dienstags von 13 bis 15 Uhr Ausgabe.


 

Tafel Vielfalt in der Tafel Muldental e.V.


Auf einer Veranstaltung des Bildungs- und Sozialwerk Muldental (BSWzu den Interkulturellen Wochen des Landkreises  wurde ein bunter Familien- und Begegnungsnachmittag am 27.09.2018.ausgerichtet. Diese Veranstaltung reiht sich ein in die jährlichen Tafelaktionstage für Vielfalt, Menschlichkeit und gegen Lebensmittelverschwendung.


Quelle LVZ 9-2018

Read more Tafel Vielfalt in der Tafel Muldental e.V.

Die Tafel ist für alle da!


                        


Das Tafelfest –
„Wir tafel(n) auf“ im September war gut besucht.

Ein buntes Gewusel, eine internationale Küche und schönes Wetter waren Garanten für ein gelungenes Fest am neuen Standort. Die großzügigen Räume am Prophetenberg bieten Platz für alle: Herkunft und Alter sind ganz egal, es zählt nur die Bedürftigkeit der Kunden. Das Team um Herrn Wittenberg gibt sich große Mühe, allen gerecht zu werden und die Vielzahl der Lebensmittel frisch unter die Kunden zu bringen.

Alle Hilfsbedürftigen sind uns herzlich willkommen!


 

die Vereinsgründung


Presseberichte  zur Gründung der Tafel Muldental (Quelle LVZ  Juli 2017)

Die Ausgabe der Lebensmittel nach Übernahme der Tafel von der AWO ging nahtlos weiter. Seit 1. Juli 2017 obliegt dies dem neu gegründeten Verein Tafel Muldental e.V., da der Kreisverband Mulde/Collm der Arbeiterwohlfahrt (AWO), welcher die Einrichtung 15 Jahre lang betrieb, vor allem aus personellen Gründen die Aufgabe abgegeben hatte. Mit sieben Gründungsmitgliedern, darunter die Städte Grimma und Trebsen und dem bisherigen Betreiber organisierte der Verein  die Tafel jetzt neu.

Ein Motor im Boot ist das Bildungs- und Sozialwerk (BSW) Muldental, dessen Geschäftsführer Christian Kamprad, welcher den Vorsitz des Vereins „Tafel Muldental“ übernahm. Der nahtlose Übergang ist auch einem Glücksumstand zu verdanken. Von der Oschatzer Tafel konnte der 50-Jährige Sven Wittenberg nach Grimma wechseln, der das nötige Knowhow für diese anspruchsvolle Arbeit mitbringt. Ende Juli endete sein Angestelltenverhältnis in Oschatz, und an der Mulde trat er nun in die Fußstapfen der langjährigen Tafel-Chefin Heidrun Henze-Fleihs.
Beim Übergang sind wir von der Oschatzer Tafel unterstützt worden“, so Kamprad.. Gerade mit der die personellen Besetzung zeichnet sich ein Kernproblem ab.. Es ist schwierig, geeignete Personen zu finden“, sagt er. Wittenberg sucht vor allem Mitstreiter und Freiwillige mit Führerschein, die zeitlich ungebunden sind.

Jeden Tag sind von umliegenden Supermärkten und Direktvermarktern Waren abzuholen, oder werden neue Spender akquiriert:

Das Aldi-Großlager in Beucha, Frosta in Lommatzsch und das Kartoffellagerhaus Falkenhain. Diese werden nunmehr wie die anderen rund 50 Lieferanten, angefahren. Sven Wittenberg steuert zudem regelmäßig das Logistik und Verteilerzentrum der Tafel-Sachsen e.V. Landesverband  in Dresden an. Das hilft für ein ausgewogenes Sortiment“, so der 50-jährige Thalheimer, der das Warenangebot für die Tafelkunden ausbauen möchte.
Auch hier kümmerte sich der BSW um fünf AGHs  „Ein-Euro-Jobber“ und zwei durch weiter AGH geförderte Frauen..
Herr Kamprad, der allen Unterstützern dankt, möchte den Verein nach und nach auf breite Füße stellen. „Die Idee der Tafel funktioniert nur, wenn sie viele mittragen.“ Ihm liegt am Herzen, dass Lebensmittel nicht vernichtet werden und statt dessen Menschen erreichen, die sich kaum etwas leisten können und einen Anspruch darauf haben“. Etwa 10.000 Euro umfasst der jährliche Kostenaufwand der Tafel, die Hälfte davon decken nur die ausgegebenen Betriebskostenbeteiligungen an den  Lebensmittelspenden. Für jeden Beutel nimmt der Verein vier Euro für diese Aufwendungen. Die andere Hälfte muss über geförderte Beschäftigung, Spenden und kommunale Zuschüsse erwirtschaftet werden.

Read more die Vereinsgründung