die Vereinsgründung


Presseberichte  zur Gründung der Tafel Muldental (Quelle LVZ  Juli 2017)

Die Ausgabe der Lebensmittel nach Übernahme der Tafel von der AWO ging nahtlos weiter. Seit 1. Juli 2017 obliegt dies dem neu gegründeten Verein Tafel Muldental e.V., da der Kreisverband Mulde/Collm der Arbeiterwohlfahrt (AWO), welcher die Einrichtung 15 Jahre lang betrieb, vor allem aus personellen Gründen die Aufgabe abgegeben hatte. Mit sieben Gründungsmitgliedern, darunter die Städte Grimma und Trebsen und dem bisherigen Betreiber organisierte der Verein  die Tafel jetzt neu.

Ein Motor im Boot ist das Bildungs- und Sozialwerk (BSW) Muldental, dessen Geschäftsführer Christian Kamprad, welcher den Vorsitz des Vereins „Tafel Muldental“ übernahm. Der nahtlose Übergang ist auch einem Glücksumstand zu verdanken. Von der Oschatzer Tafel konnte der 50-Jährige Sven Wittenberg nach Grimma wechseln, der das nötige Knowhow für diese anspruchsvolle Arbeit mitbringt. Ende Juli endete sein Angestelltenverhältnis in Oschatz, und an der Mulde trat er nun in die Fußstapfen der langjährigen Tafel-Chefin Heidrun Henze-Fleihs.
Beim Übergang sind wir von der Oschatzer Tafel unterstützt worden“, so Kamprad.. Gerade mit der die personellen Besetzung zeichnet sich ein Kernproblem ab.. Es ist schwierig, geeignete Personen zu finden“, sagt er. Wittenberg sucht vor allem Mitstreiter und Freiwillige mit Führerschein, die zeitlich ungebunden sind.

Jeden Tag sind von umliegenden Supermärkten und Direktvermarktern Waren abzuholen, oder werden neue Spender akquiriert:

Das Aldi-Großlager in Beucha, Frosta in Lommatzsch und das Kartoffellagerhaus Falkenhain. Diese werden nunmehr wie die anderen rund 50 Lieferanten, angefahren. Sven Wittenberg steuert zudem regelmäßig das Logistik und Verteilerzentrum der Tafel-Sachsen e.V. Landesverband  in Dresden an. Das hilft für ein ausgewogenes Sortiment“, so der 50-jährige Thalheimer, der das Warenangebot für die Tafelkunden ausbauen möchte.
Auch hier kümmerte sich der BSW um fünf AGHs  „Ein-Euro-Jobber“ und zwei durch weiter AGH geförderte Frauen..
Herr Kamprad, der allen Unterstützern dankt, möchte den Verein nach und nach auf breite Füße stellen. „Die Idee der Tafel funktioniert nur, wenn sie viele mittragen.“ Ihm liegt am Herzen, dass Lebensmittel nicht vernichtet werden und statt dessen Menschen erreichen, die sich kaum etwas leisten können und einen Anspruch darauf haben“. Etwa 10.000 Euro umfasst der jährliche Kostenaufwand der Tafel, die Hälfte davon decken nur die ausgegebenen Betriebskostenbeteiligungen an den  Lebensmittelspenden. Für jeden Beutel nimmt der Verein vier Euro für diese Aufwendungen. Die andere Hälfte muss über geförderte Beschäftigung, Spenden und kommunale Zuschüsse erwirtschaftet werden.

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