Jeder kann Lebensmittelretter sein


Quelle; PRESSEMITTEILUNG  der Tafel Deutschland e.V.
Berlin, den 17.09.2018
Tafel Deutschland und METRO eröffnen Wanderausstellung „Love the waste“ in Hamburg

Mindestens 11 Millionen Tonnen Lebensmittel landen jedes Jahr in deutschen Mülltonnen. Eine unglaubliche Verschwendung. Dabei ist ein Großteil des Lebensmittelmülls vermeidbar. Dass Lebensmittelretten ganz einfach sein kann, zeigt die neue Wanderausstellung „Love the waste – verteilen statt verschwenden“.
Eröffnet wurde die Ausstellung  im METRO Großmarkt in Hamburg-Niendorf. Anschließend tourt sie bis Ende des Jahres durch drei weitere Städte: Berlin, Nürnberg und Krefeld. „Wir müssen endlich zu einem Umdenken kommen und bewusster mit den Ressourcen unserer Erde umgehen“, sagte der Tafel-Vorsitzende Jochen Brühl. „Jeder von uns wirft im Schnitt 82 kg pro Jahr an Lebensmitteln achtlos in den Müll. Dabei vergessen viele, dass jeder weggeworfene Joghurt, jedes nicht verzehrte Kuchenstück und jede auf dem Feld aussortierte Zucchini einen hohen Preis hat. Und den zahlen wir alle. Es ist an der Zeit, dass wir lernen, unsere Lebensmittel wieder zu lieben“, so Brühl weiter.
Die Tafeln arbeiten seit 25 Jahren gemeinsam mit ihren Partnern aus der Lebensmittelbranche an der Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Jede der 940 Tafeln leistet durch ihre Tätigkeit einen gewichtigen Beitrag zu Umweltschutz und Ressourcenschonung.
Die Düsseldorfer METRO AG ist seit 12 Jahren als finanzieller Hauptsponsor an der Seite der Tafel Deutschland. Doch das Engagement des Großhändlers und Lebensmittelspezialisten reicht regional noch deutlich länger zurück.
Unser Ziel ist es, entlang der kompletten Lieferkette so wenig Lebensmittel wie möglich zu verschwenden. Unser wichtigster Kooperationspartner in den Märkten vor Ort sind die Tafeln. In vielen METRO und Real Märkten fahren die Tafel-Autos bereits seit über 20 Jahren vor, um übrig gebliebene Lebensmittel abzuholen. Um darüber hinaus die Tafeln in ihrer Arbeit zu unterstützen, sind wir seit 2006 finanzieller Hauptsponsor“, sagt Veronika Pountcheva, Global Director Corporate Responsibility mit Blick auf die langjährige Partnerschaft zwischen den beiden Lebensmittelrettern.

Im Rahmen des 25-jährigen Tafel-Jubiläums haben Tafel Deutschland und METRO AG die Wanderausstellung „Love The Waste – verteilen statt verschwenden“ konzipiert. Die Ausstellung ist unterteilt in die Themenbereiche Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung, Handel, Außer-Haus-Verpflegung und Privatverbrauch. Sie richtet sich an Erwachsene und Kinder gleichermaßen und gibt leicht umsetzbare Tipps zur Lebensmittelrettung..
Komplettiert wird die Ausstellung durch 13 Porträtbilder von Tafel-Ehrenamtlichen. Ihre Fotos und ihre kurzen Statements machen die Ausstellung zu etwas Einzigartigem. Ihre Freude am Helfen und ihr unermüdlicher Einsatz können anderen ein Vorbild sein. Fotografiert hat sie der Ludwigsburger Fotograf Reiner Pfisterer. Die Fotos sind ein Geschenk anlässlich seines 25-jährigen Firmenjubiläums an die Tafeln zu ihrem 25-jährigen-Jubiläum..
Um möglichst viele Menschen zur erreichen, tourt die Ausstellung durch METRO und Real Märkte in Hamburg, Berlin, Nürnberg und Krefeld. Zudem wird sie auf dem Zukunftskongress der Tafeln in Berlin zu sehen sein.

 Termine: und Pressefotos


Die Tafeln in Deutschland: Lebensmittel retten. Menschen helfen.

Die mehr als 940 gemeinnützigen Tafeln in Deutschland sammeln einwandfreie überschüssige Lebensmittel von Herstellern und Händlern und verteilen diese regelmäßig an bis zu 1,5 Millionen bedürftige Menschen in Deutschland. Damit schaffen sie eine Brücke zwischen Überfluss und Mangel. Mit rund 60.000 Ehrenamtlichen, die sich bei den Tafeln engagieren, sind die Tafeln eine der größten sozial-ökologischen Bewegungen in Deutschland

 

Jedes Kind verdient einen fairen Schulstart

Tafel Deutschland besorgt über anhaltende Bildungs- und Chancenungerechtigkeit

Viele Eltern können sich die teure Ausstattung für ihre Kinder zum Schulanfang nicht mehr leisten. Für einkommensschwache Familien wird der Schulstart des Kindes zu einem Tag der Scham statt der Freude. Tuschkästen, Filzstifte, Lernspiele – für immer mehr Eltern kaum erschwinglich. „Viele Kinder aus einkommensschwachen Familien erleben bereits zu Beginn ihrer Schulzeit Ausgrenzung und Stigmatisierung, weil ihren Eltern das nötige Geld für eine gute Ausstattung fehlt. Wer so einen Schuleinstieg erfährt, muss früh lernen, dass die Chancengleichheit im Bildungsbereich in Deutschland immer noch unzureichend ist. Chancengleichheit braucht kostenlose, bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Bildung von der Kita bis zur Hochschule. Wir dürfen es nicht zulassen, dass die Armut der Eltern den Lebensweg der Kinder vorzeichnet“, sagte der Tafel-Vorsitzende Jochen Brühl. Um armutsgefährdeten Kindern einen positiven Einstieg in die Schulzeit zu ermöglichen, rufen viele Tafeln traditionell zum Schulbeginn des jeweiligen Bundeslandes zu Spenden auf. „Unser Ziel ist, bedürftigen Kindern zum Schulstart die gleichen Chancen zu geben wie Kindern aus nicht bedürftigen Familien. 30 Prozent der Tafel-Kundinnen und Tafel-Kunden sind Kinder und Jugendliche. Der Anteil der Kinder bei den Tafeln ist über die Jahre gestiegen. Das zeigt, dass im Bereich Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit von Seiten der Bundesregierung nach wie vor zu wenig getan wird. Wir appellieren an die Politik, diesen Missstand zu beseitigen und Kindern und ihren Familien einen guten Schulanfang zu ermöglichen!“, sagte Jochen Brühl.
Neben Sonderaktionen zum Schulstart der lokalen Tafeln engagiert sich Tafel Deutschland mit Ernährungs– und Kulturprojekten für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche und schenkt ihnen so ein Stück Chancengleichheit und Gerechtigkeit.

25 Jahre TAFEL in Deutschland.

Auch in Zukunft: Lebensmittel retten. Menschen helfen: Die mehr als 940 gemeinnützigen Tafeln in Deutschland sammeln einwandfreie überschüssige Lebensmittel von Herstellern und Händlern und verteilen diese regelmäßig an 1,5 Millionen bedürftige Menschen in Deutschland. Damit schaffen sie eine Brücke zwischen Überfluss und Mangel. Mit rund 60.000 Ehrenamtlichen, die sich bei den Tafeln engagieren, sind die Tafeln eine der größten sozial-ökologischen Bewegungen in Deutschland. Organisiert sind die Tafeln im Dachverband Tafel Deutschland e. V.

 

 

 

 

 

Hass u. Ressentiments Nährboden entziehen



Berlin, 20.03.2018

Pressemitteilung – Hass und Ressentiments den Nährboden entziehen

Tafel Deutschland zum Internationalen Tag gegen Rassismus

Anlässlich des morgigen „Internationalen Tag gegen Rassismus“ erklärt Jochen Brühl, Vorsitzender der Tafel Deutschland e.V.: „Seit 25 Jahren knüpfen Tafeln soziale Netzwerke und werden zu Orten der Begegnung. Wir haben ein klares Ziel: mit den von uns geretteten Lebensmitteln Menschen helfen. In unserer Bewegung packen von Anfang an Menschen unterschiedlichster Herkunft mit an. Deshalb hört man in unseren Tafeln viele Sprachen. Wem wir eine klare Absage erteilen? Dem Verbreiten von Ressentiments und Hatespeech jedweder Couleur.Die zurückliegende Debatte über Kapazitätsgrenzen und Aufnahmepausen lokaler Tafeln hat gezeigt, wie anfällig auch unsere Demokratie und unser gesellschaftliches Zusammenleben für Hetze und Stimmungsmache sind. Tafeln lehnen es entschieden ab, wenn Schwache gegen Schwächste ausgespielt werden. Wir stehen als Nährboden für radikale, antidemokratische Überzeugungen und Panikmache nicht zur Verfügung. Denn Extremismus und Menschenfeindlichkeit führen zu Gewalt und sind eine akute Gefahr für ein friedvolles Miteinander.“

Die Tafeln sind seit 2015 Partner der Internationalen Wochen gegen Rassismus. Die Haltung des Verbandes fand Niederschlag in der „Charta gegen Rassismus und Rechtsextremismus – eine Grundsatzerklärung der Tafel Deutschland„. In diesem Jahr beteiligen sich die Tafeln mit einer Plakatkampagne an den Internationalen Wochen gegen Rassismus.

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden vom 12. – 25. März 2018 bundesweit statt. Die UN-Wochen gegen Rassismus gehen zurück auf eine Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen aus dem 1979 zurück.

25 Jahre TAFEL in Deutschland.

Auch in Zukunft: Lebensmittel retten. Menschen helfen.

Die mehr als 930 gemeinnützigen Tafeln in Deutschland sammeln einwandfreie überschüssige Lebensmittel von Herstellern und Händlern und verteilen diese regelmäßig an bis zu 1,5 Millionen bedürftige Menschen in Deutschland. Damit schaffen sie eine Brücke zwischen Überfluss und Mangel. Mit rund 60.000 Ehrenamtlichen, die sich bei den Tafeln engagieren, sind die Tafeln eine der größten sozial-ökologischen Bewegungen in Deutschland. Organisiert sind die Tafeln im Dachverband Tafel Deutschland e. V


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Tag der gesunden Ernaehrung


Berlin, 07.03.2018

Tag der gesunden Ernährung: Gesundheit darf nicht vom Geldbeutel abhängen

Anlässlich des heutiges Tages der gesunden Ernährung fordert die Tafel Deutschland die Einführung des Schulfachs Ernährungsbildung. Die Fähigkeit gesunde Mahlzeiten zuzubereiten, nimmt immer weiter ab. Die Regelsätze der Grundsicherung für bedürftigen Menschen reichen kaum aus für eine ausgewogene Ernährung. Die Folgen sind ernährungsbedingte Gesundheitsprobleme. Read more Tag der gesunden Ernaehrung

Pressemitteilung Tafel Deutschland e.V.

 


Berlin, 22.02.2018

Stellungnahme

Zur aktuellen Berichterstattung bezüglich der Tafel Essen e.V. erklärt der Tafel Deutschland e.V.:

Neukunden des selbstständigen Vereins SkF  Essener Tafel e.V., die keinen deutschen Pass besitzen, werden seit kurzem auf einer Warteliste für die Warenverteilung geführt. Grund hierfür ist die zuletzt deutlich gestiegene Kundenzahl und die Notwendigkeit, die so entstandene Situation vor Ort zu entspannen. Jochen Brühl, Vorsitzender des Dachverbands Tafel Deutschland e.V., erklärt: „Ziel und Aufgabe aller Tafeln ist es, Lebensmittel an alle Bedürftigen zu verteilen und so akute Not zu lindern. Maßgeblich für unser Engagement ist die Bedürftigkeit und nicht die Herkunft. Wenn einzelne Tafeln Ausnahmen machen müssen, dann ist dies ausschließlich Situationen geschuldet, die für die Ehrenamtlichen vor Ort organisatorisch nicht mehr anders händelbar sind“. Jörg Sartor, Vorsitzender Tafel Essen e.V., sagt: „Wir wollen allen Menschen gerecht werden, die zu uns kommen. Angesichts der Situation in den Ausgabestellen hatten wir keine andere Möglichkeit, mit der Herausforderung umzugehen. Wir hoffen sehr, dass sich die Lage schnell soweit bessert, dass wir keine Warteliste mehr haben. Alle bisherigen Kunden der Essener Tafel werden wie gewohnt mit Lebensmitteln unterstützt“.
Brühl ergänzt weiterhin: „Dass die Zustände in Deutschland mittlerweile so dramatisch sind, zeigt die enormen Verfehlungen der Politik in den letzten Jahren. Wir erwarten von der neuen Regierung, dass sie sich endlich mit den drängendsten Themen des Landes befasst und nachhaltige Lösungen für die akuten Probleme der Ärmsten findet. Es kann und darf nicht sein, dass diese Aufgabe vom Staat ausgelagert wird“.