25 Jahre Tafel Deutschland


Quelle: Pressemitteilung der Tafel Deutschland v. 13.09.20

25 Jahre Tafel Deutschland e.V.: Dringender Handlungsbedarf bei Armutsbekämpfung und Reduzierung der Lebensmittelverschwendung

Angesichts des  25-jährigen Bestehens des Dachverbandes der Tafeln in Deutschland blickt deren Vorsitzender Jochen Brühl besorgt auf die Entwicklung der Armut in Deutschland sowie die Verschwendung von Lebensmitteln und Ressourcen. Das ehrenamtliche Engagement der 60.000 freiwilligen Tafel-Helferinnen und -Helfer auf Orts- und Landesebene würdigt Brühl als unverzichtbares Vorbild eines nachhaltigen und sozialen Lebensstils. Für die Zukunft sieht er große Herausforderungen.1995 haben sich die damals bundesweit 35 Tafeln in einem Verband organisiert. Seitdem hat sich die Tafel-Idee – Lebensmittel vor der Vernichtung zu retten und damit armutsbetroffenen Menschen zu helfen – rasant verbreitet. Heute gehören dem gemeinnützigen Verein 948 Tafeln mit 60.000 freiwilligen Helferinnen und Helfern an. Sie haben die Tafeln zu Deutschlands größtem Lebensmittelretter und Orten der Begegnung für arme und ausgegrenzte Menschen gemacht. Gemeinsam retten sie jährlich 265.000 Tonnen Lebensmittel und unterstützen damit 1,65 Millionen Menschen„ Die Tafel-Idee ist ein Best-Practice-Beispiel für nachhaltiges Handeln. Wir lindern Armut mit Hilfe von dem, was verschwendet wird. Es ist genug für alle da und Lebensmittel gehören nicht in den Müll“, betont Jochen Brühl, Vorsitzender Tafel Deutschland.

Die Politik mahnt er, endlich die Ursachen von Armut und Lebensmittelverschwendung zu bekämpfen. „Trotz guter wirtschaftlicher Entwicklung ist die Armutsquote in Deutschland zuletzt sogar weiter gestiegen. Das Ziel darf nicht sein, Armut zu verwalten, sondern nachhaltig zu beseitigen. Leider sehen wir in den letzten 25 Jahren kein Vorankommen“, so Brühl. Immer mehr Menschen würden das Angebot der Tafeln nicht als zusätzliche Entlastung wahrnehmen, sondern als existenzielle Versorgungshilfe nutzen. „Die Tafel kann und will aber keine Aufgaben des Sozialstaates übernehmen. Es besteht dringender Handlungsbedarf“, stellt Brühl klar. Auch die Lebensmittelverschwendung ist mit rund zwölf Millionen Tonnen immens in Deutschland. „Wir bemerken zwar endlich ein Bewusstsein für das Thema. Getan wird aber noch zu wenig, vom Produzenten bis zum Endverbraucher“, sagt Jochen Brühl. Wachsende Kundschaft, weniger Ehrenamtliche und ein dringend notwendiger Ausbau der Lebensmittelspenden-Logistik sind die zentralen Herausforderungen der Tafeln, die sich zuletzt durch die Corona-Pandemie verschärft haben. Von der Politik fordert der Verband deshalb erstmals auch finanzielle Unterstützung, um die wichtige ökologische und soziale Funktion in der Gesellschaft fortführen zu können.


Kooperation gegen Verschwendung:

Tschechische Lebensmittelbanken und die Tafel Sachsen e.V. – Zusammenarbeit über Ländergrenzen wirken sich aus


Quelle: Radio Prag International vom 22.07.2020 (Auszug) und Euroregion Erzgebirge

Wo sich der Staat seiner Verantwortung entzieht, treten andere gesellschaftliche Akteure in Aktion, so etwa die Tafeln in Sachsen und ihr Gegenstück, die tschechischen Lebensmittelbanken. Vertreter der Verbände tagten am 16.07 bis 17.07.2020. Es ging um die gemeinsame Zusammenarbeit. Die beiden Verbände arbeiten seit mehr als einem Jahr zusammen. Ziel ist es, grenzüberschreitend gegen Lebensmittelverschwendung vorzugehen und damit sozial Bedürftigen Menschen zu helfen. Dabei zeigte sich ein wesentlicher Unterschied zwischen der Tafel in Sachsen und den Lebensmittelbanken in Tschechien.

Karltheodor Huttner, Landesvorsitzender der Sächsischen Tafeln dazu:.

„Die Lebensmittelbanken haben in erster Linie Organisationen beliefert wie zum Beispiel die Caritas, Altenheime, Kinderheime oder Frauenhäuser. Bedürftige wurden nicht so häufig direkt unterstützt. In langer Diskussion haben wir uns nun geeinigt. Auch die Lebensmittelbanken beginnen nun, ihre Waren direkt auszugeben.“ In diesem Punkt gleichen sich die tschechischen Lebensmittelbanken dem Vorgehen des Nachbarlandes an. Neben dem Austausch von Konzepten und Erfahrungen hat die Zusammenarbeit aber auch schon ganz konkrete Formen angenommen.

Aleš Slavíček leitet den Verband der Lebensmittelbanken in der tschechischen Republik:

„Uns inspiriert, dass die Tafeln die Lebensmittel direkt verteilen. Wir haben begonnen, unsere Zusammenarbeit ganz konkret zu machen. Unsere grenznahen Banken fahren nach Dresden, um dort Waren abzuholen. Zudem wollten wir uns ansehen, welche Unterschiede bestehen. Während des ersten Jahres haben wir 20 Tonnen aus Deutschland in Tschechien verteilt. Das hat uns sehr geholfen, weil dadurch das Angebot unserer Lebensmittelbanken angewachsen ist“.

Überschüssige Waren aus den Tafeln in Sachsen gelangen so zu einem großen Teil in das tschechische Grenzgebiet. „Wir haben festgestellt, dass in den großen Städten eine Vielzahl von Discountern Lebensmittel spenden. Sie haben also weniger Bedarf als kleine Kreise oder Kreise im grenznahen Gebiet“, so Dietmar Haase, Co. Vorsitzender der sächsischen Tafeln.

„Wir unterstützen gerade die grenznahen Foodbanks: zum Beispiel in Litomerice, Liberec, Ústí nad Labem oder Karlovy Vary. Diese Lebensmittelbanken kommen einmal in der Woche nach Dresden, wo wir ein großes Logistikzentrum haben. Dort bedienen wir dann diese Tafeln.
Seit Jahresbeginn 2018 müssen in Tschechien Einzelhandelsmärkte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern einen Teil der unverkäuflichen Lebensmittel spenden. Geschieht das nicht, drohen hohe Geldstrafen. Ganz nach dem Motto: „Eigentum verpflichtet“. Dietmar Haase hält so ein Gesetz in Deutschland aber nicht für nötig.

„Wir brauchen das nicht. Die Discounter spenden die Ware ohnehin an die Tafeln. Es bedarf dazu keiner gesetzlichen Regelung.“ Die Coronakrise war auch bei den deutschen Tafeln und ihrem tschechischen Gegenstück, den Lebensmittelbanken, deutlich spürbar.


A nakonec týdne jedna skvělá zpráva!  SPOLEČNÝMI SILAMI: ČESKÉ POTRAVINOVÉ BANKY A SASKÁ TAFEL PROTI ZBYTEČNÉMU PLÝTVÁNÍ!

Cílem této záslužné iniciativy je společná přeshraniční pomoc potřebným a omezení plýtvání jídlem. Zástupci obou institucí se minulý týden setkali na konferenci v Praze.  Kromě výměny konceptů a zkušeností už tato spolupráce přinesla i první reálné výsledky. Aleš Slavíček, zástupce Svazu potravinových bank: „Naše banky v příhraničí již jezdí do Drážďan pro zboží. Během prvního roku jsme v ČR rozdělili celkem 20 tun materiálu z Německa. Velmi nám to pomohlo, naše vlastní nabídka se tím výrazně zpestřila.“
Od roku 2018 jsou čeští maloobchodníci povinni darovat část neprodaných potravin do banky. Pokud tak neučiní, hrozí jim vysoké pokuty. Dietmar Haase, místopředseda saské Tafel považuje takový zákon za nadbytečný.„Takovýto zákon nepotřebujeme. Maloobchodníci nám tak jako sami nabízejí své potraviny. K tomu není potřeba žádné dodatečné legislativy.“
 Krize ohledně koronaviru se výrazně projevila jak na české, tak také na německé straně. Například v Praze se běžně každý den rozdá 30 balíčků potravin. Během korony se toto číslo zdesetinásobilo. Zároveň též přibylo dárců, proto mohla být zvýšená poptávka vždy uspokojena. Přicházely například potraviny ze školních kuchyní, restaurací či kaváren.
Během koronavirové krize v Sasku muselo své pobočky dočasně uzavřít jen 5 z celkových 44 Tafel pracovišť.



Danke „Aktion Mensch“!


Mit dem Programm Lebensmittelsicherstellung wurde durch die „Aktion Mensch“ gemeinsam mit den Tafeln in Deutschland im März unbürokratisch ein Soforthilfeprogramm zur Lebensmittelsicherstellung ins Leben gerufen, welches es ermöglichte, die Versorgung von Menschen mit geringen Einkommen unter den verschärften Bedingungen der Corona Krise zu sichern. Zahlreiche Ideen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tafeln sind in Einzelprojekten eingeflossen, welche es ermöglichen, die Versorgung mit Lebensmittelspenden aufrecht zu erhalten.

Unterdessen wurden durch „Aktion Mensch“ Anträge bewilligt mit denen durch einen finanzieller Zuschuss bei der Bewältigung der Auswirkungen der Krise unterstützt werden kann. Eine Hilfe durch die Lotterieteilnehmer, die aufzeigt , wieviel Gutes ein Aktion Mensch-Los bewirken kann.
Wir möchten unseren Dank zum Ausdruck bringen und wünschen uns , das viele der Bürgerinnen und Bürger des Freistaates weiterhin treu die „Aktion Mensch“ zum Wohle der schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft unterstützt und begleitet werden.


Atemschutz für Tafelhelfer


Quelle:
Presseinformation vom 25.05.2020 des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

»Gemeinsam kommt man besser voran«

Die Tafeln im Freistaat Sachsen freuten sich, heute über die Unterstützung mit neuen Mund – Nasen Bedeckungen, welche für die über 1.400 Helferinnen und Helfer in den Tafeln des Freistaates zum Einsatz kommen werden. Gesundheitsministerin Petra Köpping konnte 6.000 der Bedeckungen an den Landesverband der Tafel Sachsen e.V. überreichen. Durch Tafeln im Freistaat Sachsen werden in rund 200 Ausgabestellen sachsenweit sozial bedürftige Menschen mit Lebensmittelspenden versorgt und somit auch tausende Tonnen Lebensmittel vor der Verschwendung und Vernichtung bewahrt. Die Mitglieder des Vorstandes der Tafel Sachen e.V. nutzten diese Gelegenheit der Zusammenkunft, um sich für die bisherige investive Unterstützung durch den Freistaat zu bedanken und führten am Rande einen konstruktiven Gedankenaustausch mit Frau Köpping und den Vertretern des sächsischen Sozialministeriums. Die Gäste konnten sich auch über das technische und personelle Leistungsvermögens der zentralen sächsischen Tafellogistik am Messering in Dresden im Kühlhaus der Frigolanda GmbH überzeugen. Es bestand die Übereinstimmung, das sich die Tafeln auch künftig auf die Wertschätzung und bewährte Unterstützung durch die sächsischen Politik verlassen können.

Den Wortlaut der Presseinformation können sie hier entnehmen:



Chronik des Dankes an Großspender !

Spendenupdate vom 05.05.2020


Am 05.05 .2020 freuten sich die sächsischen Tafeln über eine weitere Spende der Rewe Group Deutschland. Diese umfasst vor allem hochwertige und lang haltbare Lebensmittel, Molkerei Produkte und Konserven zu einem symbolischen Warenwert von 33.333,00 Euro.
Danke für diese großartige Aktion von Rewe und der Begleitung der Spendenübernahme durch ein Team des MDR Sachsenspiegels.
Wir danken der REWE Gruppe diese Unterstützung mit der unseren Tafelkundinnen und Kunden  geholfen wird

Bildmaterial : Jürgen- M. Schulter



Spendenupdate vom 30.04.2020

Der Dynamo Dresden Fanclub spendet gemeinsam mit der Konsum Dresden Genossenschaft an die sächsischen Tafeln. Am 30.April 2020 freuten sich die Vertreterinnen und Vertreter der Tafel Logistik des Landesverbandes in Dresden und des Vorstandes über eine ganz besondere Großspende, welche  auf Initiative des Fanclub der Dresdner Dynamos ins Leben gerufen wurde. Diese Unterstützung beinhaltet vor allen lang haltbare Lebensmittel , wie Konserven, Nährmittel und verschiedene Fertigsuppen. Wir danken dem  Freunden von Dynamo Fanclub um besonders Frau Dittrich für die Koordinierung,  sowie den Kolleginnen und Kollegen der Konsum Genossenschaft Dresden, welche anteilig finanziell dieses Vorhaben unterstützten.  Wir freuen uns für diese tolle Unterstützung mit der einem Großteil unserer Tafelkundinnen und Kunden  geholfen wird und wünschen dem Verein für die neue Saison große Erfolge.

Großer Dank geht ebenfalls auch an die Spender der Porsche Leipzig GmbH, welche den Landesverband Tafel Sachsen e.V. mit einer Großspende unterstützen.
Alle Lebensmittelspenden wurden gemeinsam mit weiteren Großspenden des Handels an die regionalen Tafeln zusammengestellt und weitergegeben.  


Bildmaterial : Jürgen- M. Schulter