Aktuelle Informationen


Update vom 27.03.2020
entgegen der, von einigen Medien verbreiteten Informationen, u.a. in RTL und MDR TV Beiträgen, welche darüber berichten, das die Tafeln überwiegend geschlossen sind, hat das leider teilweise zu Verunsicherungen bei unseren Tafelkundinnen und -Kunden geführt. Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass innerhalb des Freistaates Sachsen gegenwärtig lediglich neun Einrichtungen ihre Ausgabe vorübergehend eingestellt haben. Weitere Einrichtungen beabsichtigen bereits in der kommenden Woche ihre Ausgaben fortzusetzen. Alle der 34 Tafeleinrichtungen und die Landes Logistik versuchen nach wie vor mit geänderten Öffnungszeiten, hohen personellen Anstrengungen und mit einem restriktiven Hygienemanagement die Ausgabe des vorhandenen Spendenaufkommens aufrecht zu erhalten. Auch wurde auf alternative Formen der Zustellung von Lebensmitteln unterdessen umgestellt. Die Tafeln, welche vorübergehend schließen müssen, sind in Sorge um ihre Kundinnen und Kunden. Die Tafeln selbst stehen finanziell vor großen Herausforderungen, denn es muss eine Zeit ohne Einnahmen, aber mit laufenden Kosten überbrückt werden. Wir sind der Auffassung, dass Tafeln mit diesen Problemen nicht alleine gelassen werden dürfen. Tafel Deutschland hat unterdessen Sozialminister Hubertus Heil diese Problematik geschildert und darauf hingewiesen, dass Bedürftige ebenso wie Tafeln jetzt Unterstützung der Politik benötigen, um auch in einer Zeit nach der Krise ihre Arbeit für die sozial Benachteiligten in unserer Gesellschaft fortführen zu können.

Bei Anfragen zu Ihrer Region kontaktieren Sie bitte die Tafeln vor Ort über Telefon bzw. e-Mail. Sollten Sie darüber hinaus gehend Anregungen , Anfragen zu Tafeln in Ihrer Region haben, erhalten sie von uns ebenfalls gern Auskunft.


Update vom 23.03.2020
Die Lage in den sächsischen Tafeln zur Versorgung der Bevölkerung ist angespannt. Gegenwärtig ist in einigen Regionen eine Verknappung von Lebensmittelspenden zur verzeichnen. Dennoch unternehmen unsere Helfer, Tafelleitungen und der Landesverband Alles, um Ausfällen zu begegnen. Weiterhin wurde das Hygienemanagement und die Abstandsregelungen in den Ausgabestellen verschärft. Bitte beachten Sie die Hinweise unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Haben Sie bitte aber auch dafür Verständnis, das einige Einrichtungen sich entschieden haben, den Ausgabebetrieb vorübergehend einzustellen, da viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zur Risikogruppe für Infektionen gehören. Bitte kontaktieren Sie unsere Mitarbeiter / innen über die Öffnungszeiten oder Alternativen. Gegenwärtig sind in den einzelnen Regionen:

  • 11 Tafeleinrichtungen sind derzeitig vorübergehend geschlossen,
  • 5    Tafeleinrichtungen gewährleisten den kompletten Regelbetrieb
  • 27 Tafeleinrichtungen sind unter Einschränkungen weiterhin tätig

Update 20. März .2020
auch für uns wird das Coronavirus zu einer immer größeren Herausforderung: Weitere Tafeln haben ihre Ausgabe geschlossen. Jede geschlossene Tafel bedeutet, dass Menschen auf dringend benötigte Lebensmittel verzichten müssen. Gleichzeitig möchten wir unsere Ehrenamtlichen sowie Kundinnen und Kunden nicht gefährden. Denn etwa 90% unserer Ehrenamtlichen sind Lebensältere Menschen. Allerdings müssen wir auf die Gesundheit unserer älteren Helferinnen und Helfer, welche durchaus zur Risikogruppe gehören, achten. Sie sind auch weiterhin täglich im Einsatz und leisten Woche für Woche eine Wahnsinnsarbeit: Sie holen Spenden bei Lieferanten ab, schleppen Kisten, sortieren Lebensmittelspenden und kümmern sich darum, dass die Lebensmittel an unsere Kunden ausgegeben werden. Gegenwärtig versorgt ein Großteil der Tafeleinrichtungen im Freistaat ihre Kundinnen und Kunden unter veränderten Öffnungszeiten weiter.
Gegenwärtig wurden unter diesen besonderen Bedingungen die Abläufe neu organisiert und strengster hygienische Normen in der Tafelausgabe eingeführt- Wir bitten deshalb unsere Tafelkundinnen und Kunden die Hinweise des Personals unbedingt zu beachten. Um unsere älteren Helferinnen und Helfer zu schützen, ist es sehr wichtig, dass jüngere Helferinnen und Helfer gewonnen werden, welche Teile der regionalen Tafelarbeit übernehmen können und unsere Ehrenamtlichen entlasten.
Bitte teilen Sie diesen Appell mit möglichst vielen Menschen und in den sozialen Netzwerken.
Wir bitten um Ihr Verständnis und werden Sie auch an dieser Stelle weiter informieren. Einzelheiten und Ansprechpartner finden Sie u.a. auch auf den WEB Seiten der sächsischen Tafeln unter diesen LINK.

Update; 17 März 2020
Tafeln schließen wegen der Ausbreitung des Coronavirus und rufen zur Solidarität in der Bevölkerung und Unterstützung durch die Politik auf Der Großteil der Ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen gehört zur Risikogruppe
Die Ausbreitung des Coronavirus wird auch für die Tafeln in Deutschland zur Herausforderung und führt zu immer mehr Tafel-Schließungen im ganzen Land. Um die 1,6 Millionen bedürftigen Tafel-Nutzerinnen und -Nutzer jetzt nicht alleine zu lassen, ruft die Organisation zu einer Welle der Solidarität auf. Von der Politik erwarten die Tafeln finanzielle Unterstützung. In den Tafeln kommen viele Menschen in teils engen Räumen zusammen. Besonders herausfordernd ist es für die Tafeln, dass rund 90 Prozent der Ehrenamtlichen zu den lebensälteren Menschen und damit zur schützenswerten Gruppe gehören. An die Bevölkerung und Politik wendet er sich mit einem Appell: „Die Tafel-Arbeit wird von älteren Menschen getragen. Jeden Tag leisten sie freiwillig körperlich und psychisch anspruchsvolle Hilfe und einen wertvollen Dienst an der Gesellschaft. Männer und Frauen im Rentenalter schleppen, säubern und sortieren nicht nur die Lebensmittel, sondern wenden sich unseren Kundinnen und Kunden zu. Diese sind oftmals einsam und ausgegrenzt. Jetzt brauchen die helfenden Lebensalten unseren Schutz, unsere Solidarität und Unterstützung. Ich möchte jüngere Menschen motivieren, die kurzfristig auftretende Lücke der Hilfe zu füllen und sich zu engagieren“, sagt Jochen Brühl. Tafeln könnten beispielsweise Unterstützung brauchen, um Lieferdienste einzurichten oder auszuweiten sowie Lebensmittel in Tüten oder Pakete zu packen und im Hof unter freiem Himmel auszugeben. Es seien jetzt kreative Lösungen gefragt, um Sozialkontakte bei der Lebensmittelausgabe so weit wie möglich zu reduzieren.
Nach wie vor bekommen Tafeln zum Teil deutlich weniger Lebensmittel gespendet. Noch immer scheinen sich die Vorratskäufe der Menschen auszuwirken.


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